Musikalischer Winter? Von Soundschwankungen und Mixkünsten

Musik ist für mich bereits seit vielen Jahren mehr als nur ein täglicher Begleiter. Von der ersten Vinyl, es war Darude – Sandstorm über die erste Sendung im Webradio bis hin zum ersten eigenen DJ-Equipment war der Wunsch Musik nicht nur zu hören sondern selbst zu gestalten, zu beeinflussen und sehr explizit zu erleben immer ein Fixpunkt in meinem Leben. Das sich mein Musikgeschmack dabei über die Jahren natürlich immer wieder verändert hat, ist natürlich ein normaler Vorgang. Man wird älter, man lernt neue Dinge kennen, man ist neuen Einflüssen ausgesetzt. All das ändert natürlich auch den Musikgeschmack.

Unabhängig von dieser, ja recht leicht zu ergründenden Veränderung im Geschmack habe ich in den letzten Jahren, aber ganz besonders in diesem Jahr, festgestellt, dass sich mein Style, vor allem, wenn es ums Auflegen geht, in Abhängigkeit der Jahreszeit verändert. Ganz gemäß dem Wetter wird auch mein Sound seit einigen Wochen immer „deeper“, melodischer und vor allem: düsterer. Tatsächlich würde ich sogar soweit gehen und sagen, dass ich mein Gespür für den Sound, der mich über den Sommer begleitet hat in gewisser Weise verloren und das für den düsteren aktuellen Sound quasi erneut gefunden habe. Tatsächlich fühlt es sich für mich sogar so an, dass ich es nicht mehr wirklich gebacken kriege den Sound des Sommers jetzt aufzulegen. Da fehlen auf einmal das Selbstverständnis und die Automatismen, die noch vor ein, zwei Monaten ganz selbstverständlich waren.

Entsprechend dem gilt also wohl für die nächsten Wochen und ggf. auch Monate: Bis das Wetter wieder sonniger wird, und der Frühling mein Musikgespür wieder für leichteren Sound begeistert, gibt es angenehm deepe und melancholische Klänge in den klangWELTEN.